wow-wotlk-allyretrpala

Der Titel ist ein Brüller, oder?
Ich glaub, nächsten Donnerstag und Freitag mach ich nix: WOTLK-Release!

Btw: Allianzvergelterpala ist ‘ne super Beleidigung — find’ ich — wenn sie es denn verstünden.

Ghostbusters III

Obwohl die Aufklärungsquote bei Morden in der Regel bei ca. 90% (in der DDR natürlich 100%) liegt, also wahrscheinlich viel höher, als allgemein angenommen, bleibt ein kleiner Rest von Tätern, die sich einer gerechten Strafe entziehen. Aber dies könnte daran liegen, dass es sich hierbei um Verbrechen handelt, die mithilfe von Methoden ausgeführt worden, denen die normale Kriminalistik nichts entgegenzusetzen hat. Aber Hilfe naht, denn jüngere Juristen werden inzwischen entsprechend geschult und können ihr spezielles Wissen auch sehr schnell an die nächste Generation weitergeben. Als ein Beispiel unter hoffentlich vielen sei Tonio Walter genannt, Professor für Strafrecht an der Uni Regensburg. Neben der üblichen Paragraphenpaukerei belegte er während seines Studiums als Nebenfach “Seriöse Parapsychologie” und ist somit in der Lage, billige Alibis zu durchschauen, die von in der realen Welt operierenden Strafverfolgungsbehörden tatasächlich ernst genommen worden wären.

Denn auch wenn der Verdächtigte zur Tatzeit Hunderte Kilometer vom Opfer entfernt in der Kneipe saß und 10 Zeugen dies bestätigen können, heißt das noch lange nicht, dass er nicht nebenbei (“muss nur mal schnell auf´s Klo”) per Telekinese mehrfach mit dem Messer auf die nervige Schwiegermutter eingestochen hat. Schließlich gilt, was Prof. Walter in der Rezension des Buches “Willensfreiheit und rechtliche Schuld” von Reinhard Merkel, in dem es um die neuesten Hypothesen aus der Hirnforschung und ihre Auswirkungen auf das Strafrecht bzw. die persönliche Schuld geht, schreibt:

Wie sich im Geistigen ein Wille formt, kann die Naturwissenschaft nicht ergründen. Ebensowenig kann sie die Grenzen des Weltalls abstecken. Beweist das, dass es diese Grenzen nicht gibt? Und der Hinweis, es existiere kein einziger Beleg, dass immaterieller Geist auf Materie einwirken könne, wischt alle Religionen ebenso beiseite wie die seriöse Parapsychologie, die durchaus schon telekinetische Phänomene unter Laborbedingungen dokumentiert hat.

Um Mitglied der juristischen Spezialeinheit zu werden, muss man also nur voraussetzen, dass Religionen nicht grundsätzlich falsch liegen können und zweitens den tatsächlichen Forschungsstand bezüglich Telekinese ignorieren, beides dürfte nicht so schwer sein. Obwohl böse Zungen behaupten, das beste Argument gegen die Existenz von Telekinese sei immer noch die Fernbedienung…

Das hat man nun davon

Eigentlich hatte ich Anfang Juni nur Gutes im Sinn: Die Millionen zählende Leserschar dieses Blogs auf hervorragende Musik aufmerksam machen. Aber nur 3 Monate nachdem ich die beiden letzten CDs von Sieges Even empfohlen habe, lösen sie sich einfach auf (Yoko Ono?).
Aber ich möchte in diesem wirklich bedauerlichen Ereignis dann wenigstens einen geheimen Mechanismus erkennen und folgende Hinweise weitergeben:

  • die NPD ist eine tolle Partei, sie sollte ab jetzt immer gewählt werden
  • Mario Barth ist total lustig und bald noch viel häufiger im TV zu sehen
  • Jimi Blue ist ein genialer Rapper mit absoluter street-credibility und langfristigem Plattenvertrag

Und jetzt muss ich nur noch in aller Seelenruhe zuschauen, wie das Universum seine Arbeit verrichtet…

Famous last words

Oder: manchmal genügt die Lektüre des letzten Satzes einer Pressemitteilung, um selbige einzuordnen. Yablo proudly presents die dümmste Bemerkung der Woche:

Schätzungen zufolge werden alleine mit dem beliebten wie aufgrund seiner Brutalität berüchtigten Marktführer „World of Warcraft“ jährlich rund eine Milliarde Dollar Umsatz erzielt.

Und jetzt lassen wir die bayerischen Philologen zur Strafe zehnmal “völlig arglos und unbedarft” an die Tafel schreiben.

Gottes duo infernale

Die Schnacksel-Gloria und der “Abtreibung = Holocaust”-Kardinal als gemeinsame Buchautoren bei Maischberger= …ich gebe zu, dass ich mir davon nur ein paar Minuten antun konnte. Aber bei der Diskussion über Homosexuelle habe ich trotzdem eine extreme Ungerechtigkeit entdeckt! Nein, ich meine nicht die Haltung der zwei katholischen Granaten aus dem 19. Jahrhundert, sondern Gottes unfaire Bevorzugung der Schwulen und Lesben. Denn, wie die Gloria so schön sagte, ist es der steinige Weg, der zu Gott führt und nicht der gerade und bequeme. Sie meinte damit zwar, dass “die” eben viel beten müssen und nicht schnackseln dürfen. Aber das bedeutet ja dann auch, dass Homosexuelle per se viel leichter auf einen steinigen Weg kommen als richtige, normale Menschen, die sich erst mühsam etwas anderes suchen müssen, was sie in Versuchung führt.

Kardinal Meisner sagte auch noch den schönen Satz:

Wäre Stalin gläubig gewesen, hätte er nicht so viele Menschen umgebracht.

Leider hat Sandra Maischberger nicht nachgefragt, wie viele Menschen man denn als Gläubiger so umbringen darf, wo also das gottgewollte diesbezügliche Limit liegt…

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