Ich hasse Köln!

Erst nimmt es mir zwei meiner besten Freunde weg (siehe vorherigen Eintrag von Tommy) und jetzt auch noch die Games Convention. Die “Gerüchte” häufen sich inzwischen doch zu sehr, als dass man den Dementis noch Glauben schenken könnte. Nicht, dass ich wirklich etwas auf die alljährlichen Beteuerungen bezüglich der großartigen und einmaligen Unterstützung der GC durch die Stadt und die Leipziger Messe während der Auftaktveranstaltung im Gewandhaus gegeben hätte. Aber ein klein wenig gefiel es mir als Ex-Leipziger schon, dass sich diese Messe über die Jahre derart erfolgreich entwickelte und zur zweitwichtigsten ihrer Art aufstieg – und das eben “im Osten”. Die bisher kolportierten Begründungen sind zum Teil so schwachsinnig, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Eine DER deutschen Messestädte hat nicht genügend hochklassige Übernachtungsmöglichkeiten?? Ein Flughafen, eine direkte Autobahnabfahrt und der größte Kopfbahnhof Europas reichen als Verkehrsanbindung nicht aus??? Sollte man vielleicht noch einen UFO-Landeplatz bauen? Entscheidender dürfte wahrscheinlich die Formulierung “Zudem habe es “ein sehr entgegenkommendes Angebot der Kölner” gegeben.” sein.

P.S.: Vielleicht sollte ich statt “Köln” lieber “rheinischer Kapitalismus” schreiben, wäre eigentlich ein gar nicht mal so übles Wortspiel…

12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1

Hannes wirft und ich fang brav auf. Die üblichen Dinge wie Essen, Trinken, Atmen lass ich aber außen vor:

12 Dinge, die dich ärgern:

  1. Uneinsichtigkeit
  2. Lernunwilligkeit
  3. Desinteresse
  4. Gier
  5. Fanatismus
  6. unwissenschftliche Argumentationen
  7. schlechte Bücher
  8. Kundensupport bei einigen Firmen
  9. Zahlungsmoral bei einigen Firmen
  10. Webseiten mit unmotivierten Geflimmer und Ton
  11. keine Wahl zu haben
  12. Worddokumente und HTML-E-Mails

11 Dinge, ohne die du nicht leben könntest:

  1. Bücher
  2. Computer
  3. Internet
  4. Auto
  5. Pflanzen (in der Wohnung)
  6. Zeit zum Lesen
  7. Kaffee
  8. Geschirrspülmaschine
  9. Open-Source-Programme im Allgemeinen
  10. Kate im Speziellen
  11. [ctrl]-[tab]

10 Dinge, auf die du dich freust:

  1. auf das nächste Buch
  2. Sommer
  3. Wockenende ™ im Allgemeinen
  4. Freitag Abend im Speziellen
  5. KDE 4
  6. Ein fertiges Projekt, das Gefallen findet
  7. Ein Projekt, das Erwartungen übertrifft
  8. Rollerbladen
  9. Wasabi-Nüsse
  10. der erste Kaffee am Morgen

9 Dinge, die du täglich trägst:

  1. Kleidung (Ha! Wer hätte das gedacht?)
  2. Brille
  3. ein Katze (kein Witz)
  4. Bart
  5. Ohrringe
  6. Tätowierungen
  7. Telefonhörer
  8. Zopfgummi
  9. Pippi zur Toilette

8 Serien bzw. Filme, die du dir immer wieder anschauen könntest:

  1. Dune
  2. Leben das Brian
  3. Das fünfte Element
  4. Black Adder
  5. Band of Brothers
  6. Herr der Ringe ohne Frodo
  7. Bud Spencer und Terence Hill (darf aber nicht gegen mich verwendet werden)
  8. hab ich Dune schon erwähnt?

7 Objekte, die du täglich anfasst:

  1. Wecker
  2. mindestens ein Buch
  3. Tastatur
  4. Maus
  5. beide Katzen
  6. Päckchen mit Tabak
  7. Balkontür

6 Dinge, die du jeden Tag tust:

  1. Lesen
  2. Gedanken nachhängen
  3. im Internet surfen
  4. Die Antwort der letzten Frage küssen
  5. 250 E-Mails empfangen
  6. RSS-Feeds lesen

5 Lebensmittel, ohne die du nicht leben könntest:

  1. Sambal Oelek
  2. Chilibohnen
  3. Risottoreis
  4. Parmesan
  5. Katzenfutter (Haha! Interpretationen sind erlaubt. :-))

4 Menschen, mit denen du gern mehr Zeit verbringen würdest:

  1. Siehe letzte Frage
  2. Tobias, der Co-Autor dieses Weblogs
  3. Freunde und Familie, die nicht mehr in der Nähe wohnen
  4. einige Protagonisten diverser Bücher

3 deiner momentanen Lieblingslieder:

  1. Sonic Syndicate — Denied
  2. Disturbed — Intoxication
  3. In Flames — Clay Man

2 Menschen, die dein Leben sehr beeinflusst haben:

  1. Meine Eltern, nehm’ ich jetzt einfach mal als eine Person
  2. als Fremder vermutlich Umberto Eco

1 Mensch, mit dem du den Rest deines Lebens verbringen könntest:

  1. mit meiner Freundin Antje (auch wenn das kitschig klingt, aber: »Is’ so!«)

Is ‘ne Menge Text und man braucht schon ‘ne Weile dafür, deswegen reich ich das mal an Agi und den Moe weiter, die haben eh nix zu tun. ;)

Amokeierlauf

Im Fischblog findet sich der Link zu einer Studie, die auf eine statistische Korrelation zwischen niedrigem (!) Cholesterinspiegel und Schulverweisen bzw. aggressivem Verhalten hinweist:

The authors concluded that, among non-African-American children, low total cholesterol is associated with school suspension or expulsion and that low total cholesterol may be a risk factor for aggression or a risk marker for other biologic variables that predispose to aggression.

Das wäre ja einmal eine durchaus interessante Frage im Hinblick auf die hier mehrfach kritisierten Behauptungen bezüglich des ach so furchtbaren Einflusses diverser Medien auf jugendliche Gewalttäter und die damit einhergehenden Zensurdebatten. Vielleicht gibt es ja dann bald einen modifizierten bayrischen Gesetzentwurf, der den Verkauf eines Egoshooters nur noch im Bundle mit einem halben Liter Milch inklusive zwei darin aufgeschlagener Eier in der Feldflasche erlaubt?

BAFÖG-Amt, Krankenkasse und Rentenversicherung...

…können sich nach einer kurzen Unterbrechung wieder darauf freuen, mich auszubluten. Auch in diesem Jahr erlaubt mir der Freistaat Sachsen wieder gnädig einen Griff in seinen prallgefüllten Steuersäckel, denn bald darf ich wieder per Werkvertrag im Staatsarchiv Chemnitz in unerschlossenen Aktenbeständen wühlen. Noch weiss ich nicht, was genau diesmal zu bearbeiten sein wird, aber die letzten beiden Jahre waren auf jeden Fall sehr interessant. Personalunterlagen von Beamten, vor allem Lehrern, aus der Zeit von ca. 1900-1950 sind äußerst spannend, da sie gleich mehrere politische/ideologische Brüche (1918, 1933, 1945) und ihre Auswirkungen dokumentieren. Auch die Akten von Gesundheitsämtern stellen, besonders im Hinblick auf die massenhafte Zwangssterilisierung bis hin zur Euthanasieaktion T4 sowohl lehrreiche als auch ungemein bedrückende und erschreckende Quellen dar. Informative Handbücher und Fachliteratur sowie gut gemachte Dokumentationen sind eine Sache, aber wenn man im originalen Schriftwechsel nachvollziehen kann, wie Menschen, deren Leben durch die Akten ja zumindest ausschnittsweise repräsentiert wird, letztendlich ermordet wurden, ist dies doch ein viel tieferer Zugang (ähnlich verhält es sich mit Todesmeldungen aus Auschwitz).
Im letzten Jahr drehte sich der Großteil der Arbeit dann um Wirtschaftsüberlieferungen aus der ehemaligen DDR, ein anderes Feld, aber durchaus nicht weniger interessant, gerade was die erste Dekade nach Kriegsende betrifft. Ich hoffe, dass ich meine bisherigen schriftlichen Ansätze endlich mal in ausführlichere Blogeinträge zu den einzelnen Beständen und Inhalten umformulieren kann. :-)

Karneval

Ich wohn’ ja doch schon ein paar Meter vom Zentrum weit weg. Aber heut’ steht der Wind so günstig. Meine Herren! Ein Lärm weht es von da herüber.

Bambi oder Bembel

Das Scientology feiernde Video eines teilweise geradezu irre wirkenden Tom Cruise geistert schon seit einigen Tagen durchs Netz, obwohl Hubbards Science-Fiction-Kirche sich sehr bemühte, selbiges zu verhindern. Eigentlich unverständlich, denn wenn Cruise nicht zuletzt dank der Schützenhilfe der FAZ bereits für die Darstellung des Hitlerattentäters Stauffenberg einen Courage-Bambi bekam, welche Ehrungen müssten ihm erst für die Tapferkeit zustehen, diese bizarren Äußerungen (hier gibt einige Erklärungen der “Fachbegriffe”) auf Zelluloid zu bannen?

Das einzig Positive ist, dass das Video geradezu nach einer Parodie schreit. Neben einer kurzen Einlage in Comedy Centrals Colbert Report (den ich neben der “Daily Show” im Übrigen allen nur wärmstens an’s Herz legen kann!) ist hier vor allem das Video von Schauspielerkollege Jerry O’Connell zu nennen. Ich hoffe, es gibt bald noch mehr davon.

Kerner als Uriloge

Die Marketingmaschine für Gellers Show muss natürlich noch ein wenig am Laufen gehalten werden und da überrascht es nicht, dass er gestern bei JBK eingeladen war. Da ich der Sendung immer nur in kurzen Dosen beiwohnen kann, bevor ich aus technischen Gründen (Schleim geht so schlecht aus dem Teppich) wieder umschalte, will ich die Sendung nicht komplett bewerten. Eine Behauptung Gellers fand ich aber bemerkenswert: nach dem fast kritisch zu nennenden Hinweis, dass alte Uhren, vor allem wenn sie erwärmt/bewegt werden, gar nicht so selten plötzlich von allein wieder funktionieren, gestand er zu, dass dies in ca. 25% der Fälle zuträfe, aber es blieben 25%, bei denen man es nicht erklären könne!
Wahrscheinlich jeder – außer Kerner – würde sich da nun die Frage stellen, wie zur Hölle man den einen vom anderen Fall unterscheiden können soll. Wahrscheinlich muss man dazu die speziellen “Begabungen” Gellers besitzen…

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