Copy kills Logic Update

Am 20.12. wurde nun das Urteil im Prozess gegen den 19jährigen Steffe G. aus Debkau gefällt. Manfred Spitzer scheint meinen Befürchtungen gerecht geworden zu sein und hat einen Zusammenhang zwischen Videospiel und Tat behauptet, wobei der Gutachter der Gegenseite dieser Sicht nicht folgte. Das Gericht folgte dem dankenswerterweise und unterstrich, dass zwischen Spiel und Tat einige Zeit verstrich und dass der Angeklagte bereits früher, auch ohne entsprechende Einflüsse, gegen Menschen gewalttätig wurde.

Dass dies Herrn Spitzer von seinem Kreuzzug abbringt, ist allerdings nicht zu erwarten. Zumindest glaube ich aber jetzt, die Ursache für seine Behauptung, es gäbe in Spielen unterschiedlich stöhnende nackte Frauen, die von Decken hängen, gefunden zu haben. In einem Beitrag in “Nervenheilkunde 1/2005” zitiert Spitzer unter der äußerst objektiven Überschrift “Milliarden für Tötungstrainingssoftware” aus der Indizierungsbegründung der damaligen Bundesprüfstelle bwzüglich Duke Nukem:

“Das gnadenlose Abknallen nackter Frauen, die wehrlos an gefesselt an der Decke hängen, finde ich, gelinde gesagt, daneben.”

Dabei handelt es sich wiederum um ein Zitat von Monika Stoschek über das Spiel in PC Player 7/96, dem sich die Bundesprüfstelle anschloß. Es ließe sich einwenden, dass Duke Nukem ein eindeutig parodisierendes Setting besitzt, man keineswegs gezwungen ist, diese von den Aliens gefangenen Frauen zu erschießen und es im übrigen vergleichsweise unwahrscheinlich ist, dass man in Realität in eine entsprechende Situation kommt. Sicher ist zumindest, dass sich Herr Spitzer hier einfach noch ein paar Details dazuerfunden hat, weil er natürlich selbst Duke Nukem noch nie zu Gesicht bekam.

Und endlich habe ich nach langem Suchen wohl auch die Hintergründe der Tabasko-Studie gefunden! Der Mix dieser Drinks als Modell für Aggression, das ebenfalls bereits grundsätzlich kritisiert wird, ist offenbar mehrfach verwendet worden, allerdings habe ich bisher keine Studie entdeckt, die sich tatsächlich mit Video- oder Computerspielen vefasst hatte. Etwas weiter rezipiert wird nur eine Untersuchung, die 30 männlichen Testpersonen die Aufgabe stellt, entweder eine Pistole oder ein Kinderspiel auseinander- und zusammenzusetzen, wobei vor- und nachher ihre Testosteronwerte gemessn wurden. Außerdem gaben sie mehr als das dreifache an “Hot Sauce” in einen Dink für den nächsten Teilnehmer.

Grundsätzlich wird hier u.a. deutlich, warum Spitzers Behauptung, der Zusammenhang zwischen Spielen und Aggression sei ebenso nachgewiesen, wie der zwischen Rauchen und Lungenkrebs, zurückgewiesen werden muss. Sowohl Rauchen als auch Lungenkrebs sind klar definierbare und für alle Studien standardisierte Werte. Auf “gewalthaltige Spiele” und “Aggression” trifft dies in keinste Weise zu. In jeder Studie werden andere Spiele untersucht, deren Auswahl bereits oft kritisch zu sehen ist, da meist spannendere und langweiligere Spiele verglichen werden (bspw. Wolfenstein3D und Myst), der Gewaltgehalt also nicht der einzige Unterschied ist, man diesen demzufolge nicht als einzigen Grund für evtl. gemessene Unterschiede festsetzen kann. Ebenso disparat ist die Lage des Begriffes “Aggression”, gemessen werden so unterschiedliche Dinge wie Hautwiderstand/Herzschlag, Reaktionszeiten auf bestimmte Worte oder Bilder, Selbsteinschätzungen der eigenen Aggressivität, Antworten auf Fragebögen oder eben Drinks.

Spitzer und andere erwecken allerdings den Eindruck, als hätte man in den Studien die Dinge untersucht, die den Anstoß für die Debatten geben, nämlich reale Gewalttaten und kriminelle Akte wie in Emsdetten. Allein eine erhöhte Aggressionsbereitschaft, die im übrigen im Gegensatz zur Annahme, dass Spiele durch die Interaktivität “gefährlicher” als der Passivkonsum seien, UNTER der von Filmen liegt, beweist nicht deren Gefährlichkeit oder entscheidenden Einfluss, da sehr viele Dinge (Sport, Sex) ähnliche Wirkungen hervorrufen und es bisher keine aussagekräftigen Langzeitstudien zu dieser Frage gibt. Dass spannende Spiele, die den Konsumenten eine Stressituation aussetzen, denselben stärker oder anders beeinflussen als andere, ist im Grunde eine Binsenweisheit.

Einwände gegen das Design vieler Untersuchungen interessieren Spitzer, wie man in seinem Artikel sehen kann, genausowenig wie die Ergebnisse anderer Forscher oder eine kritische Überprüfung der eigenen Hypothesen. Stattdessen wird die Debatte ex cathedra für beendet erklärt und objektivere Ansichten und Forscher sind einfach von der “Tötungssoftwareindustrie” gekauft. Eine derartige, mit Halbwahrheiten, pseudowissenschaftlichen Immunisierungsstrategien und gar Verschwörungstheorien gespickte “Argumentationslinie” ist ein wissenschaftiches Armutszeugnis.

Copy kills logic

Die letzten Tage waren geprägt von Dutzenden angekündigter Amokläufe quasi nebenbei fand man auch einen Jugendlichen, der sich mit der Waffe des Großvaters erschoß, vorher als einer der Urheber der ersten Warnung galt und sich für gewalthaltige Computerspiele interessierte. Nachdem sich herausgestellt hat, dass nichts davon stimmte erlosch das Medieninteresse relativ schnell.

Herr Beckstein nahm diese Nachahmungstaten, die vor allem auch durch das Internet verbreitet bzw. angekündigt wurden, zum Anlaß, eine stärkere Überwachung desselben zu fordern. Man glaubt es kaum: er selbst sorgt durch seine schwachsinnige Killerspieldebatte im Verein mit den Medien erst dafür, dass einige Irre auf diese Ideen kommen oder sich einen schlechten Scherz erlauben und nutzt die selbsterzeugte Hysterie zu weiteren Verbotsforderungen. Respekt.

Endlich kann man auch mal ein echtes Opfer der “Killerspiele” vorweisen: ein 19jähriger Cottbuser hatte einen Obdachlosen getötet und sich darauf berufen, dass das Wrestling-Spiel “SmackDown vs. Raw 2006” ihn dazu gebracht hätte. Der Täter, ein arbeitloser alkoholabhängiger Rassist (also quasi ein Mann aus der Mitte der Gesellschaft), aufgewachsen in schwierigen Familienverhältnissen, war zur Tatzeit schwer betrunken und hatte bereits vorher unter Beweis gestellt, dass er unter Alkoholeinfluss gewalttätig werden kann, auch gegenüber anderen Menschen. Am selben Abend hatte er schon durch Tritte einen Fahrscheinautomaten beschädigt, sicherlich ebenso inspiriert durch das Computerspiel “Ticket Machine Bashing Exxxtreme III”.

Um das klar zu sagen: es geht natürlich um irgendeine Rechtfertigung einer solch grausigen Tat, aber selbst den größten Kritikern der Ego-Shooter sollte es angesichts der Lebens- und Vorgeschichte des Täters eigentlich schwer fallen, beim Videospiel tatsächlich eine entscheidende Voraussetzung oder den Auslöser sehen zu wollen. Dass Straftäter entsprechende gesellschaftliche Diskussionen zur Erklärung und Schuldminimierung nutzen, ist wahrlich auch kein neues Phänomen. Mir begegnete im Archiv auch der Fall eines jugendlichen Diebes, der schon 1916 seine Tat damit begründete, dass er zu viele schlechte Bücher gelesen habe, die ihn verführten. Aber im vorliegenden Fall schafft man es auch noch, den denkbar größten Bock zu suchen, den man zum Gärtner machen könnte: Dr. Manfred Spitzer. Dessen arrogant alle Kritiker als Pseudowissenschaftler abkanzelnden Tiraden sind zwar durchaus komisch, wenn er etwa von Spielen phantasiert, in denen nackte Frauen an der Decke hängen, die unterschiedlich stöhnen, je nachdem, auf welche Körperstelle man schießt. Die Vehemenz, mit der Spitzer Unsinn und Halbwahrheiten vertritt, ist atemberaubend. Er behauptet, dass man einen Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und realer Gewalt bewiesen habe (unwahr), dass Medienkompetenz für Kinder unnütz sei (falsch, siehe u.a. Finnland), dass die Wirkung von Fernsehwerbung ein passender Vergleich wäre (sie zeigt gerade, dass es keine Automatismen gibt und ist auch sonst nicht gleichzusetzen) und dass man Aggressivität offenbar am besten in Tabascoeinheiten messen kann (kein Kommentar). Im letzten, besonders abstrusen Kapitel seines Buches “Vorsicht Bildschirm” enttarnt er übrigens auch die wahren Verantwortlichen für den Irakkrieg und die US-Außenpolitik: die Videospiele. Offenbar waren es die 19jährigen GIs, die auf dem Einsatz bestanden haben.

Man darf gespannt sein, was das Gutachten ans Tageslicht bringt…

Killerspiele im Fadenkreuz

Nach dem erneuten Amoklauf in Emsdetten, an dessen Ende mehrere Verletzte und die Selbsttötung des Täters Sebastian B. stehen, beginnen erneut altbekannte Debatten. Die bisher verfügbaren Informationen zur Persönlichkeit charakterisieren B. als einen Einzelgänger und mehrfachen Sitzenbleiber, der sich als Loser in beruflich/schulischer und privater Hinsicht (starke Abneigung gegen „Modepüppchen“) sah und sich von seiner Umwelt in diesem Gefühl bestärkt fühlte. Seine Suche nach psychologischer Hilfe legen entsprechende Probleme nahe, der Hass auf die – vermeintlich – Schuldigen ist über Jahre hinweg dokumentiert, am Tag der Tat hätte er sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht verantworten müssen. Es handelte sich also offenbar um einen psychisch gestörten Menschen, der vor dem Scherbenhaufen eines gerade mal 18 Jahre währenden Lebens steht. Was kann ihn zu einer solch grausamen Tat gebracht haben? Angesichts dieser Zusammenhänge lässt sich die Frage einfach beantworten: es müssen die Killerspiele gewesen sein!

Wie lässt sich erklären, dass dieser speziell im Fall B. offensichtlich groteske Schluss sofort gezogen und entsprechend medial verbreitet wird? Liegt es nur an der offensichtlichen Ahnungslosigkeit, die beispielsweise SpOn-Autoren dazu bringt, das von B. exzessiv gespielte „Counterstrike“ so zu charakterisieren

„Ballernd bahnt man sich darin den Weg durch virtuelle Gänge, versucht so viele Menschen wie möglich zu erschießen.“

Eine analoge Definition von Fußball wäre: „Man bewegt sich dribbelnd oder sprintend über einen Rasenplatz und versucht den Ball so oft wie möglich im Tor unterzubringen – egal in welchem.“ Wesentlicher Inhalt des Teamspiels CS ist es nämlich, dass man die Hälfte aller vorhandenen „Menschen“ gar nicht erschießen DARF, weil sie zur eigenen Mannschaft gehören und man entsprechend bestraft wird, wenn man es dennoch tut. Counterstrike wird nun ebenfalls als eine den Amoklauf von Erfurt und den gestrigen verbindende Gemeinsamkeit propagiert, obwohl bis heute jeder Beleg fehlt, dass Robert Steinhäuser CS tatsächlich intensiv gespielt hat, was aufgrund der fehlenden Internet-Verbindung seines Rechners äußerst unwahrscheinlich ist.
Gerade konservative Politiker wie Bosbach und Schönbohm, welcher wieder die Spiele, in denen es angeblich darum geht, Frauen und Kinder zu verstümmeln, aus dem Hut zieht, möchte man fragen, ob sie die ihnen zum Teil unterstehenden Beamten der GSG 9 als „Killer“ bezeichnen würden. Schließlich schlüpft man in CS u.a. in deren Uniformen und entschärft Bomben bzw. rettet Geiseln, was die „Originale“ wohl in der Regel auch tun sollten…

Wie schon erwähnt, war B. offenbar tatsächlich ein Internet- und CS-Junkie und es ist nicht auszuschließen, dass der Konsum gewalthaltiger Medien einen Einfluss auf seine Persönlichkeitsentwicklung genommen hat. Trotzdem verwundert immer wieder die schnelle Konzentration auf die Videospiele und die indirekte Aussage, dass diesbezüglich härtere Gesetze diese Verbrechen verhindern können. Bis zu einem gewissen Teil ist es jedoch psychologisch verständlich und zeigt ein weiteres Mal auch einen Generationenkonflikt auf. Die fraglichen Politiker und auch Journalisten sind ohne die neuen Medien sozialisiert wurden und auch wenn sie inzwischen das Internet und PC´s nutzen, fehlt die intimere Kenntnis dieser (Noch)Subkulturen. Sie alle kennen wahrscheinlich aus eigener Erfahrung den Außenseiter in Schule und Beruf/Familie, den Sitzenbleiber, den Schüchternen, der aber nie zum Gewalttäter wurde. Dementsprechend liegt der subjektive Schluss, dass diese Dinge nicht die Ursache einer solchen Tat sein können, nahe. Es muss sich um etwas Neues, Fremdes handeln und das sind aus Sicht der Älteren logischerweise moderne Musikstile, Videos und Computerspiele. Enthalten diese dann auch tatsächlich noch Gewalt in einer ihnen unbekannten Weise, wird der Eindruck noch weiter verstärkt. Es fällt naturgemäß schwerer, sich vorzustellen, dass die mit ihnen verstrauten Konsumenten dieser Medien einen völlig anderen Blick auf deren Inhalte besitzen. Dieser Art Fehlschluss können im Übrigen umgedreht auch die „Gamer“ unterliegen, wenn sie beispielsweise entrüstet posten, dass sie trotz langjährigen Spielens von Ego-Shootern nie das Bedürfnis hatten, jemanden real zu erschießen.

Die zentrale Frage lautet, ob ein entscheidender Kausalzusammenhang zwischen Videospielen und Amokläufen hergestellt werden kann. Nur wenn dieser Zusammenhang belegbar wäre und es entweder der einzige oder der wesentlichste aus einer Reihe von Gründen wäre, würde die Forderung nach Verboten tatsächlich Sinn machen. Für die entsprechenden Politiker steht der Zusammenhang fest, basierend auf nicht wenigen unzutreffenden oder halbrichtigen Annahmen. Schaut man sich eine länger zurückreichende Aufzählung entsprechender Vorfälle an, wird schnell sichtbar, dass ein Konnex zu Videospielen, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, insgesamt eher die Ausnahme ist. Genau genommen spielten sie erstmals in Littleton eine Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung, da die beiden Täter begeisterte „Quake“ und „Doom“-Spieler waren. Seitdem ist vor allem bei den Amokläufen in Bad Reichenhall, Erfurt und eben dem jüngsten in Emsdetten die intensive Beschäftigung der Täter mit Videospielen festzustellen.
Untersuchungen setzen den Beginn im Jahre 1974 an, weshalb sich zunächst einmal feststellen lässt, dass eine ganze Reihe der Fälle schon rein zeitlich nichts mit der erst Ende der 90er massiv einsetzenden allgemeinen Verbreitung der Spiele korreliert werden können. Die meisten anderen Fälle sind Unglücke, Verbrechen, die aus „klassischen“ Gründen wie Eifersucht oder von psychisch labilen bzw. kranken Personen begangen wurden, auch Nähe zu Versatzstücken von NS-Ideologie oder Hitler-Verehrung sind mehrmals nachzuweisen.

Hinzu kommen Nachahmungstaten des Columbine-Massakers, die eine ganz neue Frage in den Raum stellen, nämlich die nach der Medienberichterstattung im Hinblick auf solche Fälle. Nachdem sich mehrere Täter explizit auf die Vorbildwirkung des Verbrechens von Littleton beziehen und dies auch äußerlich nachahmten, z.Bsp. durch eine entsprechende Bekleidung während der Tat (was auch für Sebastian B. zutrifft), könnte man mit einiger Berechtigung sagen, dass die umfangreiche mediale Aufbereitung dieser Taten eine Mitschuld an den Folgeverbrechen hat. Allerdings würde wohl niemand die These vertreten, dass ALLEIN diese Berichterstattung Jugendliche zu einer solchen Tat motivieren würde und dass das Verzichten auf Berichterstattung dies entsprechend verhindert. Im Hinblick auf Videospiele argumentiert man aber exakt auf dieser Schiene.

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Medien sozusagen den bereits vorhandenen Hass und die entsprechenden Phantasien beeinflussen können, die Ausführungen von Taten „inspirieren“ und bestimmte „Codes“ übernommen werden. Insgesamt zeigt die Analyse der bekannten Taten kein einheitliches Täterbild, eine Erkenntnis, die auch eine im Jahr 2000 erschienene Untersuchung amerikanischer Behörden unterstützt, die 37 Fälle auswertete. Es lässt sich also eine Schieflage in der Debatte konstatieren, die damit zusammenhängt, dass die in erster Linie thematisierten Fälle gerade die sind, bei denen die Täter exzessive Konsumenten von Videospielen waren. Für die absolute Mehrzahl dieser Art Verbrechen war und ist dies allerdings nicht der Fall,wobei noch anzumerken ist, dass nicht wenige der Täter sich selbst getötet haben und daher für viele Untersuchungen nachträgliche direkte Aussagen fehlen.

Populistische Äußerungen von Politikern zielen auf den Teil der Bevölkerung, der mit ihnen ein extrem begrenztes Wissen um diese Zusammenhänge und eine instinktive Ablehnung neuer Medien und Freizeitbeschäftigungen teilt. Wenn Bayerns Innenminister Beckstein aufgrund der äußerst schwachen Datenlage ein Verbot von Killerspielen bzw. deren Herstellung aus Gründen der Gewalt- und Verbrechensprävention fordert und gleichzeitig Alkohol, der bei einer Unzahl von Verbrechen (u.a. jedem dritten Mord) mit im Spiel ist und ca. 40 Milliarden Euro Schaden jährlich verursacht als wesentlichen Bestandteil unserer Feierkultur darstellt illustriert das ein weiteres Mal den oben ausgeführten Generationenkonflikt.

Nachtrag:

Ganz ähnlich und im erfrischenden Gegensatz zur oben zitierten Kollegin argumentiert Christian Stöcker in SpOn.

Skeptiker 3/06

Die neueste Ausgabe des “Skeptiker, herausgegeben von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, ist soeben erschienen und enthält u.a. eine auch online verfügbare Rezension des Buches “Fakten über die andere Medizin” von Christian Ullmann. Ergänzend sei auch unbedingt das ebenfalls als PDF lesbare Interview mit Krista Federspiel empfohlen, Mitautorin der von der Stiftung Warentest verantworteten Untersuchung zur wissenschaftlichen Basis diverser alternativer Heilmethoden, welches Ullmann in seinem Werk angreift. Allerdings in meiner Meinung nach sehr fragwürdiger Art und Weise (siehe Rezension :-)).

Spaß mit der Hotline

Da in den erzgebirgischen Wäldern nur DSL-light verfügbar ist, überprüfe ich regelmäßig, ob die Telekom nicht inzwischen doch das große Kundenpotential rund um die Uhr am PC hockender Arbeitsloser in meiner Gegend entdeckt hat und evtl. die Leitung ausbaut. Daraus ergab sich gerade folgendes Gespräch mit der zuständigen Telekom-Hotline:

Ich: “Guten Tag, ich besitze lediglich einen DSL-light-Anschluss, aber der Verfügbarkeitscheck zeigt mir soeben erstmals keine Einschränkung mehr an, sondern verweist auf DSL-1000.”

Telekom: “Ich schau gleich mal nach.”

Ich: “Danke!”

Telekom (genuschelt): “TausenderDSLmitdreihundertvierundachtzigerdownload”

Ich: “Aha, das bedeutet dann wohl, dass die neue Anzeige eher mit der Umstrukturierung der Webse…”

Telekom: “Bleep Bleep Bleep Bleep Bleep”

Samstags um die Mittagszeit eine Hotline anzurufen ist natürlich auch eine ziemliche Frechheit, für die ich mich hiermit ausdrücklich entschuldige…solange ich noch ins Netz kann.

machine check exception

Arg!

Kernel Panic.

Wie ich die Wörtchen hasse.

Und dazu noch eine Machine-Check-Exception-Fehlermeldung.
Schlauerweise habe ich mir den Fehlercode natürlich nicht gemerkt. Die Machine Check Exception ist zwar bei mir Debian-Standard-Kernel aktiviert (config_x86_mce). Allerdings werden die Codes wohl nicht ins kernel.log geschrieben.

Hat da jemand einen Plan, wo die geloggt werden?

Ich tippe zwar mal aufs Netzteil, das wohl auf der 12V-Schiene zu wenig Strom liefert. Nur wissen würd’ ich’s schon lieber, wer der Verursacher ist. Ein gutes Netzteil kostet ja auch ein wenig. Das wollt’ ich dann doch nicht einfach so auf Verdacht kaufen.

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