Server weg

Wie evtl. bemerkt, war von Freitag bis Sonntag Nacht der yablo.de nicht zu erreichen. Scheint was größeres gewesen zu sein, da der komplette Server teilweise nicht zu erreichen war.

Sieht aber so aus, als hätte mein Provider den aber wieder im Griff.

Systemwiederherstellung in der Praxis

Nach dem heutigen Update meines Kernels, udevs und anderer kleinerer Sachen aus dem Testing-Zweig, sprang mir nach dem Reboot folgende »Kernel panic« entgegen:

invalid compressed format (err=2)\
VFS:Cannot open root device "1601" or unkown-block (22,1)
Please append a correct "root=" boot option
Kernel panic - not syncing: VSF: Unable to mount root fs on unknown-block (22,1)

Da ich den Debian-Standard-Kernel benutze (weil ich zu faul, dumm bin oder zu wenig Zeit habe einen angepassten Kernel zu kompilieren) verwende ich beim Booten auch eine Initrd. Diese Ramdisk wird beim Debian-Standard-Kernel immer verwendet. In dieser Ramdisk werden Module geladen, die das System zu Booten benöigt; also IDE-Treiber, Chipsatz-Treiber und die entsprechenden Module füs Filesystem.

Und wie man an obiger Meldung erkennt, scheint beim Erzeugen der Initrd wohl irgendwas nicht funktioniert zu haben. So wie ich die Meldung interpretier, konnte die Initrd nicht entpackt und die erforderlichen Module nicht geladen werden (ich hatte noch nicht speziell nach der Fehlermeldung gesucht). Und somit konnte also auch der Kernel meine Rootpartition nicht mounten.

Tja. Was nun? Wie komm ich wieder in mein KDE? Meine Mails, meine Einstellungen, meine Bookmarks, meine Daten – alle weg? (Nein, wären sie nicht, da die auf einer extra Partition liegen. Da fällt mir ein, ich könnte mal ein Backup anlegen.)

Nach mehrmaligen Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen, fünf zittrigen Zigaretten, drei kalten Kaffees und einem hektischen Booten in Ein-anderes Betriebssystem TM, ob das wenigstens noch funktionstüchtig ist, besann ich mich meiner alten Knoppix-CD (Version 3.3), die ich hier noch rumliegen hatte. Ich musste ja nur eine neue Initrd erzeugen, dann sollte alles wieder funktionstüchtig sein. Also kein Neuinstallieren TM wie bei Einem-anderen-Betriebssystem TM.

Also fix Knoppix gebootet. Konsole geöffnet. Root werden. Rootverzeichnis (beschreibbar!) gemounet:

knoppix@ttyp0[knoppix]# su
root@ttyp0[knoppix]# passwd
root@ttyp0[knoppix]# mount -o rw /dev/hdc1 /mnt/hdc1

Um eine zum Kernel entsprechende neue Initrd zu erzeugen, musste ich nur noch auf/in dem nicht bootbaren System arbeiten können. Also Chroot-Umgebung erzeugen:

root@ttyp0[knoppix]# chroot /mnt/hdc1
root@Knoppix:/

Installiert war ja schon alles. Also nur noch schnell neukonfiguriert, damit nochmals die Initrd erzeugt wird:

root@Knoppix:/dpkg-reconfigure kernel-image-2.6.15-1-k7

Rödel, rödel, rödel.
Neustart.
Booten ohne Fehlermeldung.
Freuen.
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Google vs. manpage

In den Referrern fand ich gerade folgenden Suchstring: »linux midnight commander tastenkürzel«. Da ich das als Frage auffasse, gebe ich auch gleich die Antwort:

man mc

Die Manpages sollten eh immer der erste Anlaufpunkt bei Fragen zu einem Programm/Tool sein.

Lateinkurs

National Archives hat einen kleinen praktischen Lateinlernkurs online gestellt. Ein Latinum ist damit zwar nicht drin, aber um einige kleinere Sachen übersetzen zu können, ist es durchaus geeignet. Vorkenntnisse sind laut eigenen Angaben nicht notwendig; dafür aber ein installiertes Flashplugin für die praktischen Übungen und Englischkenntnisse, da der Kurs in selbiger Sprache ist.

Sehr nett.

(via: EMN)

Wenn der kleine Hunger kommt

Völlig zu Recht fordern vor allem sich durch beneidenswertes Insiderwissen auszeichnende Politiker, dass Computerspiele nicht mehr durch hirnlose Gewaltexzesse auf sich aufmerksam machen sollten. Als ein erstes Ergebnis der von ihnen losgetretenen Debatten präsentiert sich nun Stubbs the Zombie – Rebel without a Pulse . Der Protagonist dieses Spiels für die ganze Familie findet sich zu Beginn des Spieles in einer völlig fremden Umgebung, einer in den 50ern errichteten futuristischen amerikanischen Kleinstadt, wieder. Aber nicht nur die Einsamkeit nagt an ihm, auch diverse Kleinstlebewesen haben ihn physisch ziemlich zugerichtet. Sein Herz ist jedoch noch vorhanden und es schlägt heftig für eine Leinwanddiva. Um zu ihr zu gelangen, muss er sich mit Hilfe seines losen Mundwerks Unterstützer unter den Bewohnern der Stadt suchen und auch zunächst Widerspenstige sind mit eindringlichen Argumenten letztlich zu überzeugen.

Ein großes Spiel voller Emotionen, das zeigt, wie auch ein behinderter Mernsch in einer feindlichen, technisierten Welt die Kraft der Liebe verspüren kann, wie notwendig feste Freundschaften sind und dass der heutigen faulen Jugend klarmacht, dass man sich zum Erreichen eines Zieles eben schon mal einen Arm ausreißen muss. Prädikat: Pädagogisch äußerst wertvoll!

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