Spielereviews

Aus lauter … äh …, nennen wir es Ehrfurcht, möchte ich auf zwei grundverschiedene aber dennoch sehr gute Spielereviews verweisen.

Zum einen auf den ultimativen Final Shooter Review von SpielerEins. Sehr genial und verdammt nah an der Realität. Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich tippen, dass SpielerEins bei einem Printmag arbeitet und hier Interna herausgibt.

Der andere Test auf den ich verweisen möchte, ist der sehr gute Guild Wars Review auf YiYa. Nicht nur, dass der Review vom yablonischen Co-Weblogautor stammt und somit per se lesenwert ist ;), sondern auch mit ca. 9 (in Worten neun) Seiten (Schreibmaschinenseiten) die Menge an Informationen enthält, die Guild Wars, das Spiel dem ich derzeit fast meine gesamte Freizeit widme, gerecht wird.

We dont need no thought control

Brutalisierung der Jugend durch moderne Medien, seien es Filme, Musik oder die in jüngster Zeit beliebten PC-Spiele sind ein allgegenwärtiges Thema in diversen Debatten. Allerdings scheint diese so sichere Feststellung einer Gewaltzunahme speziell im schulischen Bereich auf einem ebenso festen Fundament zu stehen wie die gezielte Volksverdummung durch die Theorie einer angeblich runden Erde. Der Bunderverband der Unfallkassen veröffentliche kürzlich eine entsprechende Studie über die Entwicklung der schulischen Gewalt zwischen 1993-2003. Anhand der Statistiken erfasster Verletzungen lautet die eindeutige Folgerung:

Die Raufunfallraten sind, bezogen auf das zugrunde liegende Schulartenkollektiv, im Zeitraum 1993-2003 gesunken. Es ist ein Rückgang der aggressionsverursachten Unfallquoten von 15,5
im Jahre 1993 auf 11,3 im Jahre 2003 zu beobachten.

...

Nimmt man Frakturen ersatzweise als Maßstab für
die Schwere von aggressionsverursachten physischen Verletzungen, da er gewisse Rückschlüsse auf die Heftigkeit der jeweils einwirkenden Gewalt zulässt, so ist in keiner der untersuchten Schularten eine zunehmende Brutalisierung erkennbar. Wie bereits in der Einleitung darauf hingewiesen, erlauben die Surveillance Daten der für den Schulbereich zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung langfristige Zeitreihenbeobachtungen zur physischen Gewalt an Schulen. Die entsprechenden empirischen Befunde zeigen bundesweit einen Rückgang physischer schulischer Gewalt im Beobachtungszeitraum 1993-2003.

Interessant sind auch die in der Einleitung der Studie genauer aufgeschlüsselten grundlegenden Probleme entsprechender Studien, die man auch aus dem Bereich der Untersuchungen von Auswirkungen der Mediengewalt kennt, beispielsweise die Frage der Definition von Gewalt und die begrenzte Aussagekraft von Befragungen. Letzteres gilt allerdings in meinen Augen auch für diverse Umfragen/Untersuchungen, die als Beispiele dafür zitiert werden, dass Mediengewalt nicht aggressiv macht oder dass auch PC-Spieler ganz vorbildliche Staatsbürger sind.

Nicht erfasst sind in obiger Statistik logischerweise verbale und psychische Gewalt, die insgesamt allerdings einen wesentlichen Anteil ausmachen und schwerer zu erfassen sind. Außerhalb von Schulen zeigt die Kriminalstatistik zwar ein leichtes Ansteigen von Gewalttaten, allerdings ist die Zahl der Jugendlichen, die in beiden Bereichen als Mehrfach- oder “Dauertäter” auffallen, nicht oder nur sehr geringfügig angestiegen.

Annalen 1511

(Fol. 34b)

1 lra 5 dnica 1 lis 1 E

Das elich gemal Kaiserlicher Maiestät Maximiliani Beanca Maria, geborn von Meiland, hat ir leben vorendet post festa natalis Christ.

Albrecht von gots gnaden ein Sun Friderichs Markgrafen zu Tczschyllen durch erbare legation an sich genummen Gubernation Hochmeisters ampts gescheen vor Faßnach.

Am sontag misericordias domini umb obent ist durch ein pauer genant Simon Ewerhardt von Schönfels ein prister mit Ackeß ermördet, mit namen Her Simon, zu Schönfels belenet gewesen. In adulterio comprehensus. Darumb der theter nirgent hingeflogen, durch rechtschaffne sache.
(sontag misericordias domini = 4. Mai)

(Fol. 35a)

Die weise der Schulen vor alters gehalden als da man frue hiein ging umb 4 und nach mittag 11 ist vorandert wurden erstlich durch den würdigen Mgrm. Joannem Zeidler, mit vorwillung eines erbarn radts gescheen dominica cantate. Dar nach awer vil serder und nutzhaftiger wie volgen wirth.
(dominica cantate = 18. Mai)

Am Sonobent vor Cantate ist erstanden ein seher groß gewisser durch fallen einer wikkelbrost (wi mans nennet) welchs großmechtigen schaden hat gethan auf dem Schneeberg mher dan 30000 gulden schaden, geschwigen viler menschen aldo verstorben. Wi und welcher maßen das gescheen, ist anders wo zuerkunden.
(Sonobent vor Cantate = 17. Mai)

(Fol. 35b)

4 Idus mensis Augusti, das ist gewest der tag Laurenti, Ist glegt wurden der erste stein der Kirchen zu pogwa.
(tag Laurenti = 10. August)

Unser g. H. Herzog Friderich sampt seines bruders Joannis haben ein gemein convocation alles ires Adels, steten und undersessern gehalden. Also das do all ir Adel, regirer der Kloster, und etzlier stadt 2 erlesene menner haben müssen erscheinen. Ursach ist gewest di ubelhandlung der Erfordischen, gescheen in der Stadt Gehen.

Forschungskonsens

Eine sehr übersichtliche und selbst für Laien verständliche Darstellung der Punkte, auf die sich Althistoriker im Hinblick auf das Leben Alexanders des Großen einigen können, bietet W. Will im Nachwort einer Neuauflage von R.L. Fox` Biographie des kürzlichen Kinohelden:

Der Makedone Alexander zog in den Osten und starb dort. Vermutlich.

Annalen 1510

1510

Auch in disem Jar von wegen dises lidleins Joannes im Korbe cet. haben sich angefangen di aufruren und anderer unarthen, auch todtschlege uff San Anneberg, Freiburg, Kemnitz, Aldenburg etc. und alhie zu Zwigkau.

Am tag Corporis Christi zu Leipzig sein schweliche laster in der Circuit auch vor dem Cacrament von wegen weltlichen vorzogs ergangen, das di studenten umb abgunst, di bader von wegen irer kertz, welche si vor dem Sacrament zu nest trugen in dem koth lesterlich gesölet.

(Randbemerkung = Cavendum, ne et hic olim tale quippam contingat.
tag Corporis Christi = 30. Mai)

(Fol. 33a)

Ein prister genant Nicolaus Knörrigken, welcher je und sthet, als man wanen mag, eines guten und frumen lebens gewest, jdoch wunderlicher weise entlich sein leben im selbest vorkortzet, gehangen an einem ufer zwesslich im wasser, susten hiraussen an seinem eigen kogelzipfel uberm Rechen bei Czstetzplitz gescheen 2a fer. post octavam Corporis Christi gefunden aber 4 fer. darnach.

(2a fer. post octavam Corporis Christi = 3. Juni
4 fer. darnach = 5. Juni)

In dem Jar ist auch gekronet wurden seines alders im v Jar König zu Böhem und Ungarn.

(Fol. 33b)

Die von Erfort am obenth Petri und Pauli nach vesperzeit umb 4 haben iren Burgermeister gehangen an den lichten galden, welcher geheißen Heirich Keller.

(Randbemerkung = ructus quidem aut opus intractabilis vulgi
obenth Petri und Pauli = 28. Juni)

Umb dz Fest Michaelis haben di Obersten alle eitreglichen beschlussen allen diser stadt mit einer gewissen mass einzuschencken pir aus einem ins ander ane voriger gewonheit, gescheen unter dem Rangen und Bernsprung Burgermeistern.

Den Dornstag nach Severini ist eins erst Mgr. Bernsprung in Burgermeister erwelt, Welchs vorhin ist gewonlich gewest zuerwelen in vigilia dedicationis, und dis nich ane treffliche ursache gescheen.

(Dornstag nach Severini = 24. Oktober)

(Fol. 34a)

Dem Montag nach Luciae in der Stadt Rochlitz, ist vorschiden der Hochgeborne Furst Fridericus, gewest ein bruder Herzog Jorgen und begraben zu Meissen in vigilia S. Thomae, welchem zuvor erfarne etzliche Doctores gerathen, uff das ehr, zu rettung sein leben vorwilliget, zu enden (ut dicitur) rem veneream. Solt gewiß sein, sagende lengers lewens. Welchem awer eher sein gnad vorwilliget zehen mal vil lieber wolt ersterwen Dan ehr befunde bei sich sulches an Christliche ehr nicht ane unere gots möcht geschehen. Und hiumb also geendet sein lewen.

(Randbemerkung = Qui transgredi potuit et non est transgressus, et malum faceret et non fecit.
Montag nach Luciae = 16. Dezember
in vigilia S. Thomae = 20. Dezember)

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