Das Sakrileg des Dan B.

Seltsame Sachen gibt es. Da gibt es jetzt eine Rom-Führung an die Handlungsorte des Romans »Illuminati« von Dan Brown. Laut Bericht gibt es Ähnliches auch in Paris: Hintergrund hier: »Das Sakrileg« ebenfalls von Dan Brown.
So ein Brimborium! Ich fand die Bücher nur mäßg spannend und durschnittlich geschrieben (oder übersetzt). Aber wirklich genervt hat die aus der abendländischen Geschichte zusammengeklaubte Hintergrundstory. Irgendwie nichts Neues; und Vatikan-Verschwörungen gibt’s auch wie Sand am Meer.

Vielleicht sollte ich auch mal ein Buch schreiben. Genug Zeit sollte ich ab März ja haben. :/

Kommentar- und Trackbackspam verbannt

Ok, Kommentarspam hatte ich hier überhaupt nicht, dafür aber jede Menge Trackbackspam. Ralf hat schon sein Textpattern-PlugIn mit einer Moderationsfunktion versehen. Aber: Ich mag erstens Moderationen nicht – da müsste ich auch jeden Tag reinschauen und 30 Spams löschen – und zweitens werden die Spams in den »recent comments« dennoch angezeigt; modiert oder nicht. Also andere Lösung:
Die ständig wechselnden IP-Adressen lassen auf ausgiebigen Proxygebrauch schließen. Also nehm’ ich mir meine htaccess und schreib’ unter

RewriteEngine On
RewriteBase /

ein

RewriteCond %{HTTP:VIA} \.
RewriteRule ^trackback.php - [F,L]

Da fast alle Proxyserver ein http_via im Header mitsenden (ok, außer wirklich anonymisierte, aber die sind echt rar) schließe ich damit Proxybenutzer von der Benutzung der trackback.php aus. Also wer mich trackbacken möchte, sollte diesen nicht über einen Proxy absetzen. Ich würde gern den Spammer über seine Proxybenutzung einschränken, leider schweigt da das Log vom Apache.
Ich hoffe, ich hab’ hier keinen Denkfehler gemacht. Mal schauen!
Nachtrag:
DocX hatte auch das Problem und konnte den Spammer als Pinappleproxy-Nutzer einschränken. Also flux umgeändert in:

RewriteCond %{HTTP:VIA} ^.+pinappleproxy
RewriteRule ^trackback.php - [F,L]

Somit sollte nur der Pinappleproxy-Nutzer vom Trackback ausgeschlossen werden.

Spamattacke

So. Mittlerweile hat sich hier nicht nur Refererspam eingefunden, sondern leider auch noch der erste Trackbackspam. Die Funktion schalte ich für einem Monat erst einmal ab. Weil dann hab ich meine Prüfungen hinter mir und kann mich um Lösungen bemühen. Davon abgesehen, hat es eh noch keiner benutzt.
Das nervigste am Refererspam ist, dass es nicht nur die Seite verschandelt (ok, das könnte ich ändern, indem ich die »recent referer« rausnehme), sondern auch die komplette Seitenstatistik. Auf meinem kleinen Blog macht der Spam nämlich mehr als doppelt so viel der Hits aus, trotz der Eingrenzung über die htaccess. Aber damit rennt man leider eh nur hinterher.

Annalen 1493

(Fol. 17b)

1493

v fer. nach aller heiligen tag ist vorschiden Nicolaus Römer, gewest ein bruder Merten Römers.

1493

Ist einwonig wurden Sant Annaberg.

(v fer. nach aller heiligen tag = 7. November)

Gott mit dir, du Land der Bayern

Man kann den politisch Verantwortlichen viel vorwerfen, aber ganz sicher kaum, dass sie nicht schnell und effizient die Lehren aus den PISA-Studien gezogen hätten. Der Grund für das schlechte Abschneiden wurde erst kürzlich klar benannt: die Kinder verwahrlosen und verrohen vor ihren Computern, die sie frecherweise im Gegensatz zu den Politikern und Eltern sogar einschalten können. Das Problem im Hinblick auf die Hochschulen ist außerdem, dass zwar zum Glück in keinem Land die finanzielle Lage der Familie derart entscheidend für das Erreichen höherer Bildungsabschlüsse ist, sich aber leider immer noch vereinzelt Söhne und Töchter von Nichtmillionären an den Sicherheitsorganen vorbei an die Universitäten schmuggeln. Um diese gräßliche Brut der Arbeitslosen und Hausfrauen endgültig davon abzuhalten, an unseren künftigen Eliteunis die Rolls-Royce-Parkplätze zu verstopfen, sind die von verschiedenen Bundesländern vehement geforderten Studiengebühren sicher ein probates Mittel. Nachdem das BVG gestern das generelle Verbot dieser Gebühren durch den Bund für verfassungswidrig erklärt hat, da es sich um eine Länderkompetenz handle, gibt es auch schon die ersten Details, natürlich wie immer zuerst aus Bayern. Wissenschaftsminister Thomas Goppel rechnet mit einem Semesterbeitrag von 500 Euro. Wie ein Student dies finanziert, ist auch recht einfach:

jeden Monat für hundert Euro auf etwas verzichten oder zwei Nachhilfestunden geben

Nun bin ich wirklich versucht, ein Zweitstudium in Bayern anzufangen, wo man offenbar nicht nur jedem Studenten, unabhängig von seiner Fachrichtung („Heimkurs Hirntransplantation“, „Schwarze Löcher leichtgemacht“) das Halten von Nachhilfestunden garantiert, sondern diese auch noch mit 50 Euro entlohnt werden! Und Hand auf´s Herz, 100 Euro pro Monat sind ja grade mal ein reichliches Drittel der Summe, die mir damals für Luxusartikel wie Essen und Kleidung zur Verfügung standen, da gibt es jede Menge Einsparpotentiale. Wenn man die zwei Stunden Nachhilfe partout nicht geben will, kann man ja immer noch mit dem Chauffeur zu Daddy ins Büro fahren und sich das Geld dort aus dem Wandsafe besorgen. Bei wem auch das mangels Chauffeur oder Safe nicht klappt, hat auf einer Uni eben einfach nichts verloren.

P.S.: Für GermanistikstudentInnen bietet sich als potentielles Nachhilfeprojekt die Kultusministerkonferenz an, deren aktuelle Präsidentin Johanna Wanka (siehe Link) meinte:

Zunächst werden die Studenten noch an die Hochschulen gehen, wo es billig ist

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