Archivgebühren II

Bezugnehmend auf den Eintrag über Archivgebühren

Es ist wohl so, dass es sich bei den hohen Archivgebühren um ein allgemeines (Finanz-) Problem handelt. Allerdings ist mir schleierhaft, was man mit derartig hohen Gebühren bezwecken will. Das Beispiel am Zwickauer Stadtarchiv könnte jetzt den Anschein erwecken, dass es sich dabei um ein irgendwie besonders abschreckendes Beispiel handelt. Doch das ist weit gefehlt. Bei dem dreibeinigen Spagat zwischen wissenschaftlicher Forschung, Kulturgutbewahrer und Kämmerei den Archive vollbringen müssen, liegt das Stadtarchiv Zwickau mit seinen Gebühren noch an der Untergrenze der Archivgebühren. Zum Vergleich verweise ich nur auf die Sächsische Archivgebührenverordnung, die für alle sächsischen Staatsarchive gilt. Der Preis für ein einfaches Schwarzweiss-Foto wäre da mit 4,60 Euro schon mehr als viermal so teuer wie in Zwickau. Ebenso stellt sich die Frage nach der fachlichen Beratung, die in den großen Archiven wegen der Benutzerdichte zwar wohl durchaus kompetent, aber wahrscheinlich nicht in so persönlicher Form vonstatten gehen kann, wie z.B. im Zwickauer Stadtarchiv oder in anderen Kommunalarchiven.

Der Untergang Part 1

Obwohl ich den im Moment feuilletonistisch heiß diskutierten Film über die letzten Tage im Führerbunker noch nicht sehen konnte (evtl. morgen), erlauben ja bereits diese Debatten selbst einige interessante Einblicke in die aktuellen Betrachtungsweisen des Dritten Reiches und natürlich der Person Hitler. Er wird uns hier also "erstmals" als Mensch dargestellt und offenbar brauchte man 60 Jahre für diese biologische Klassifizierung. Prinzipiell fallen zwei verschiedene Ansätze auf, die von Kritikern und Befürwortern verwendet werden, ein realistischer und ein volkspädagogischer. Zweifellos ist es falsch und unsinnig, in Hitler eine Art übernatürlichen Superbösewicht zu sehen, der in jeder Lebenssituation nur Angst und Schrecken verbreitete und auf den man alle nur denkbaren schlechten Eigenschaften projiziert. Das führt nur dazu, diese Zusammenhänge weiter von uns selbst wegzuschieben und zu leugnen, dass eben auch seine (und seiner Anhänger/Vollstrecker) Verbrechen trotz ihrer Ausmaße mögliche Varianten menschlichen Verhaltens sind, was ja nichts entschuldigen, sondern vielmehr zeigen sollte, dass Massenmord, ideologische Verblendung, Krieg usw. nicht mit Hitler entstanden und noch weniger gestorben sind. Die andere Seite wird wohl eher von der Skepsis gegenüber der Fähigkeit zu differenziertem Denken angetrieben. Die Erfahrung eines Hitler, der sich gegenüber seinen Sekretärinnen wie ein gütiger Opi gibt oder der auch charmant und witzig sein kann, würde demnach evtl. zu der Überlegung führen, dass dieselbe Person doch nicht die industrielle Ermordung von Millionen Juden, einen Weltkrieg mit riesigen Verlusten an Menschenleben und Werten wesentlich "inspiriert" bzw. mit zu verantworten haben kann. Obwohl ich mich eigentlich eher zur realistischen Seite zählen würde, fürchte ich trotzdem, dass diese Zweifel am menschlichen Urteilsvermögen und dessen Objektivität alles andere als unberechtigt sind.

Einige kleinere historische Sensationen scheint der Film auf jeden Fall zu enthalten, erfuhr ich doch letzte Woche in der FR, dass Hitlers Schäferhund Blondie tatsächlich Selbstmord begangen hat! Ich bin schon sehr gespannt, wie genau das im Film aufgelöst wird, ein Sprung aus dem Fenster lässt sich angesichts der Lokalität wohl schon mal ausschließen.

ACHTUNG...

...DIESES WEBLOG WURDE SOEBEN GEKIDNAPPED!!

Okok, eine zugegebenermaßen billige Methode, um Aufmerksamkeit zu erlangen, keine Frage. Die Überschrift stimmt auch nicht so ganz, aber ich möchte zumindest meinen ersten Eintrag zünftig beginnen, nachdem mir Trencavel freundlicherweise die Möglichkeit eröffnet hat, hier nun auch endlich der Welt meine überaus wertvollen Gedanken und Einschätzungen mitzuteilen. Wir kennen uns fast seit Beginn unseres Studiums (die genaue Jahreszahl wird geheimgehalten, solange wir nicht BEIDE offiziell einen Abschluss haben) und unsere Interessen wie Studienfächer überschneiden sich in einigen Bereichen, wobei mein Schwerpunkt eher die Neuere Geschichte war (ich BIN nämlich schon fertig :)) und ist.

Einen Kommentar zur Wahl in Sachsen spare ich mir heute mal noch und begnüge mich mit dem gerade erlangten Wissen, dass “Mein peinlicher fetter Verlobter” (oder so) NICHT die neue Serie mit Ottfried Fischer ist.

Hintergrund

Liebe Webdesigner, Homepagebastler und Blogger (bes. Bloganbieter),

bitte schaut nach, ob Euer body-tag mit einer Farbangabe versehen ist. Egal ob im tag, als CSS oder selbtsgemalt. Es darf auch ein Bild sein, wobei Tapeten wieder besonders beliebt sind. Nicht bei jedem ist weiß die Standardhintergrundfarbe. So kann es nämlich passieren, dass der eigentliche Effekt der gestaltete Webseite verpufft und die Seite ziemlich beschissen aussieht.

Ach ja: Gleiches gilt auch für jegliches Formularfeld (textarea, form, input).

In diesem Sinne

Annalen 1455

(Fol. 7b)

1455

Sein gestolen wurden durch Kunzen von Kauffen, unser gnedigsten Hochgebornen Fürsten Ernestus und Albertus gebruder, zu Aldenburg von dem Schloß, in ihrer kintlichen jugent.

up to date

Nachdem ich meine Arbeiten mehr oder weniger abgeschlossen habe, hab’ ich heute gleich die Gelegenheit dazu genutzt, um das Weblog zu aktualisieren. Sprich: Ein Update auf Version 0.7 der Weblogsoftware XE/3 von Murphy. Sehr neu und fein ist das Bookmarklet, was ich aber nicht nutze. Und auch neu ist die Anti-Kommentarspam-Funktion. Find ich gut, obwohl ich von Spam bisher verschont geblieben bin.

Ein Wermutstropfen ist die nicht strikte Trennung von Content und Scripting. Zum Ändern des Aussehen von Trackbacks, Kommentaren und Formularen muss man leider in den PHP-Dateien rumschreiben. Ist aber nicht weiter schlimm, da ich die nur bei neuen Versionen anpassen muss. Eher stört mich die Behandlung der Kategorienabfrage. Normalerweise werden die letzten 10 Einträge bei mir angezeigt, und dann wenn man weiter zurück will, geht es in den weiteren Zehnerschritten zurück – allerdings in Zehnerschritten auf alle Post bezogen. Wer das nicht weiß, hört beim dritten Schritt zurück auf, obwohl eventuell noch mehr Posts erscheinen. Aber selbst die ersten 10 zurückliegenden einer Kategorie werden bei mir leider nicht durchgängig angezeigt, wie die Kategorie Urfehde zeigt, da wird leider von hinten angefangen mit dem Anzeigen. Aber vielleicht nimmt sich Murphy dieser Problematik für die nächste Version an.

Die ewige Suche nach dem Gral

Der Gral scheint vermutlich so eine Art medialer Archetypus zu sein. Seit mindestens 1000 Jahren wird der Gral in irgendeiner medialen Form verwurstet. Mal gut, mal weniger gut, mal grausig. Dabei scheint er nicht nur Gläubige anzusprechen. Selbst die vermeintlichen Atheisten zieht er in seinen Bann; vielleicht mit der leisen Hoffnung, dass doch von irgendwo her ein Lichtlein kommt. So wird der vermeintliche Gral mehrfach auf der ganzen Welt vermutet, um dann doch wieder die Fundstelle zu falsifizieren. Die Suche muss ja weitergehen. Es ist aber auch interessant. Genau der richtige Genremix. Ein wenig Ur-Christentum, ein wenig Mystik und Magie, dann viel Mittelalter und natürlich – ohne ihn geht’s gar nicht – Arthus.

Und so gibt es auch dieses Jahr gibt ein neue Fernsehsendung; in Zusammenarbeit von der Welt und dem ZDF. Und genauso werde auch ich wieder in die Röhre schauen – ein Plasma kann ich mir nicht leisten ;-) – und gebannt die immer selben Geschichten, die ich schon tausendmal gelesen, gehört, gesehen hab, verfolgen. Immer mit der Hoffnung Neues zu hören, aber dem Wissen mich bestätigt zu sehen.

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