Wir können auch anders

Unsere speziellen Freunde von Frontal 21 sendeten -”passend” und auch explizit so angekündigt- zum “Jahrestag” des Amoklaufes von Erfurt wieder einen vor den Gefahren der Computerspiele warnenden Beitrag. Weiterhin wird also ohne jegliche Rückendeckung durch Fakten impliziert, dass dem Spielekonsum des Täters ein entscheidender Teil der Schuld zuzuschreiben ist. Neu im Reigen der Experten ist diesmal Manfred Spitzer, der nach der Konfrontation mit aggressiven (und zweifellos abzulehnenden) e-mails (sic!) sich durch die früheren Beiträge zu Unrecht als potentiell Gestörte hingestellt sehender Spieler erstere gleich mal zu “realer Gewalt” erklärt. Kein Wunder, dass man so auf die folgende Aussage zusteuert:

Ein friedfertiger Mensch, der viel Videospiele spielt, ist am Ende gewaltbereiter als ein eher gewaltbereiter Mensch, der gar nichts spielt.

Aber eigentlich wollte ich auf diesen Beitrag gar nicht weiter eingehen, die wichtigsten Kritikpunkte sind hier schon ausführlich angesprochen wurden und die Vorwürfe werden letztlich immer nur repetiert. Lenken wir den Blick uns also lieber auf ein durchweg ausgewogenes bis positives Beispiel für die Auseinandersetzung mit Computerspielen. Das aktuelle NZZ-Folio 5/05 befasst sich ausführlich mit dem gesamten Themenkomplex, einige Dinge werden sicher für “Insider” nicht neu sein, aber interessant ist vor allem auch das Interview mit 5 bekannten Gamedesignern, u.a. Warren Spector sowie Cevat Yerli von CryTek.
Erschreckend (oder wahlweise Ausdruck gewöhnungsbedürftigen britischen Humors) ist dabei lediglich, dass Oberguru Peter Molyneux ausgerechnet Half Life 2 zu seinem Lieblingsspiel kürt…

Kommentar

  1. # - Melody schrieb am 7. Mai 2005, 15:38:

    Sag mal, holst du die Mails an yablo@yablo.de überhaupt ab?
  2. # - trenc schrieb am 7. Mai 2005, 23:49:

    mir ist die woche mein rechner kaputt gegangen. hab grad kein direkten zugriff auf das konto. ich schau mal, ob ich morgen aufs webinterface zugreifen kann.
  3. # - Melody schrieb am 8. Mai 2005, 00:25:

    es ging einfach nur darum, dass du deine daten sichern solltest, falls die muttertag-homepage.de den server wieder lahmlegt. hoffen wir mal, dass es morgen gut geht.





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