Ein Fall für Guido Knopp

Die auch historisch interessante Frage, ob Hitler eventuell einige der Reinkarnation fähige Doppelgänger besaß, lässt sich unter Umständen indirekt mit Hilfe einer Webseite über Katzen, die wie Hitler aussehen, beantworten. Vielleicht eine Anregung für die Katzenliebhaber unter den Blogbetreibern? :-)

Köln

Eine schöne Wohnung ist gefunden. Der Umzug ging auch halbwegs reibunglos über die Bühne. Es ist mittlerweile recht wohnlich eingerichtet. Nur ein bisschen Farbe an den Wänden und so Krimskrams – was man halt bei so einem Umzug neu benötigt – fehlt halt noch.

Ein paar Fotos vom Rhein, wo wir die Tage spazieren waren, hab ich auch noch irgendwo rumliegen. Ich werd’ die nächsten Tage mal paar hier reinstellen.

Internetanschluss funktioniert auch schon. Und nach ca. sechs Wochen ohne Update ist mittlerweile auch schon Xorg 7 in etch gelandet. Ein apt-get update hat mir also heute erstmal ein Menge an unglösten Abhängigkeiten entgegen geworfen und verweigert vorerst seinen Dienst. Mal schauen, ob ich das die Tage wieder entdröseln kann.

Vielleicht sollte ich gleich auf auf stable umsteigen und mir die backports holen.

Willkommen

Willkommen in der Blogospäre Daniel. Auch wenn das Blog präferiert wird, fehlen zur Vervollständigung noch Katzenfotos. :-)

Lightkultur

Deutschlandradio Kultur – im Übrigen einer der wenigen empfehlenswerten Sender – bitte seine Hörer täglich um ihre Meinung zu einem bestimmten Thema. Letzte Woche wurde unter Verweis auf den Entschluss der Berliner Herbert-Hoover-Schule, das auf dem gesamten Gelände nur noch Deutsch gesprochen werden solle die Frage gestellt, ob dies eine gute Idee und auch andernorts empfehlenswert wäre. Die wohl originellste Begründung lieferte ein Zeitgenosse, dessen Name ich mir leider nicht gemerkt habe: er forderte, dass überall, auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen nur noch Deutsch gesprochen werden dürfe, da er ein sehr kleiner Mensch sei und mitbekommen müsse, ob Andere Witze über ihn machen würden.
Jetzt ist mir natürlich klar, warum auch Angela Merkel diese Bestrebungen unterstützt.

Monstervision

Der Eurovision Song Contest erhitzt die Gemüter, nachdem ausgerechnet die finnischen LORDI mit komfortablem Vorsprung den Sieg davontrugen. Für die einen öffneten sich die Tore zur Unterwelt, andere trauern um Texas Lightning, deren Mittelfeldplatz offenbar wieder mal zeigte, dass Deutschland einfach keiner mag. Insgesamt war das Spektakel aber durchaus interessant und äußerst vielseitig. Den musikalisch anspruchsvollsten Song hörte man ausgerechnet von einer – zugegebenermaßen etwas ungewöhnlichen – Boyband, Cosmos aus Litauen. Das komplett a-cappella vorgetragene Lied mit seinen harmonischen Rückungen, Rhytmuswechseln und dem tollen Satzgesang dürfte einfach etwas zu kompliziert für das „normale“ Publikum gewesen sein. Den absoluten Kontrast dazu boten Lt United, eine All-Star-Band lettischer Rocksänger, die sich per Songtitel bereits vorab als „Winners of Eurovision“ ankündigten, u.a. weil sie den Da Vinci Code des Contest geknackt hätten. Definitiv die witzigste und coolste Performance des Abends inklusive einer durchgeknallten Tanzeinlage während des Violinensolos. Der emotional anrührendste Song stammte aus Bosnien-Herzegowina, eine schön instrumentierte folkige Ballade die immer knapp vor der Kitschgrenze halt machte. Ebenso nett war Christine Guldbrandsen aus Norwegen, deren “Elfentanz” sehr an Loreena McKennitt erinnerte.

Abgerundet wurde das Ganze mit Gospel aus Israel, Rap aus England, einem tollen Sänger aus Rumänien, der leider eine ihn völlig unterfordernde Disconummer singen musste und den inzwischen altbekannten Folktanzeinlagen aus anderen östlichen Ländern. Dass ausgerechnet die Erfinder des Chanson eine nicht völlig professionell wirkende und singende französische Friseurin ins Rennen schickten, um den eigentlich ganz passablen Titel darzubieten, war bedauerlich, weniger, dass das Honigkuchenpferd aus Malta nur einen Punkt erhielt. LORDI waren zwar durchaus Überraschungssieger – sehr originell sind eigentlich weder Songs noch Image der Finnen – aber erhielten aus nahezu allen Ecken Punkte und lagen deswegen zu Recht vorn (und bestätigten natürlich, dass es mit dem Abendland rapide bergab geht). Zum Glück, da sonst womöglich noch der Teeniestar aus Russland gewonnen hätte, der seine Punkte pflichtgemäß von allen Ländern erhielt, die von Putins Öllieferungen abhängig sind.

Die üblichen Hinweise, dass sich bestimmte Länder immer gegenseitig die Punkte zuschieben, durften daher auch bei der anschließenden Diskussionsrunde nicht fehlen. Natürlich vor allem deswegen gingen die im Felde unbesiegten Deutschen zum wiederholten Male leer aus, besonders, weil uns nun auch beim Grand Prix die Italiener und Österreicher erneut feige im Stich ließen. Die Expertenriege aus echten Schwulen (Thomas Hermanns, Georg Ücker), so aussehenden (Thomas Anders) und der auf allen Gebieten, zu denen sie sich äußert – ungefähr deckungsgleich mit denen, wo sie nicht durch Ahnung behindert wird – , das Wort Penetranz neu definierenden Claudia Roth war sich auf jeden Fall darin einig, dass Jane von Texas Lightning ganz toll gesungen hatte. Es ist aber auch eine furchtbare Gemeinheit, dass sich Serben, Kroaten und Bosnier gegenseitig unterstützen als sich, wie es sich gehört, durch Hecken Headshots zu verpassen und gefälligst an uns Punkte abzuliefern. Auch die Polen sollten sich langsam am Riemen reißen, schließlich waren die Russen genauso selten nett zu ihnen, dafür gibt man keine Höchstpunktzahl und wundert sich dann, wenn man in Deutschland als Nation von Dieben verschrieen ist. Wenigstens für uns Männer hatte das Lob von Claudia Roth an die großartigen Frauen des Contest eine schöne Seite. Kürzeste Rücke, Atombusen und junggespritzte 50jährige sind nun der Inbegriff der Emanzipation und damit kann man ja nun durchaus leben.

Die abschließende Preisverleihung war auf jeden Fall an Komik kaum zu überbieten, als die doch etwas geschockte Moderatorin Küßchen mit den Herren in Monstermasken auszutauschen versuchte und der Sänger von LORDI in Jubelpose gleichzeitig die Streitaxt und einen Blumenstrauß in den griechischen Nachthimmel (ok, die Hallendecke, aber das klingt zu unpoetisch) reckte.

Malcolm in the Middle

Am letzten Woche zeigte Fox die letzte Folge der siebten Staffel und damit das Finale der Serie um die einzig wahren Nachfolgefamilie der Bundys. An nachlassender Qualität der Drehbücher können die gesunkenen Zuschauerzahlen allerdings kaum gelegen haben, denn bis zuletzt gab es genügend irrwitzige Handlungsstränge und komische Dialoge. Mein Favorit aus der letzten Ausgabe:

“Dolphins are gay!”
“But dolphins can kill sharks!!”
“Gay men can kill sharks, but they´re still gay!!!”

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